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Meilensteine

Knapp über eine Woche hats gedauert, nun bin ich (ja nicht wirklich,aber besser als vorher) bereit und für das (Über)Leben in Israel gewappnet. Die ersten Meilensteine sind genommen:

ich kann mich zumindest theoretisch unterhalten– ob die Zahlen, Klamotten, Farben, Essen, Fragewörter, Familienmitglieder, Verben oder die Wochentage, ich sollte es jetzt können. Zwischen 8:45 bis 13:45 jeden Tag bis auf den Shabat gibt es nämlich den UlpanKurs! Ich wiederhole Acht Uhr Fünfundvierzig!!!! Ich kenne ja einige die um diese Uhrzeit sehr aufnahmefähig sind, ich bin es nicht! Da bin ich doch sehr froh, dass ich diesen Kurs in Berlin gemacht habe 🙂

 

vom Konflikt bin ich verwirrt– ist mir auch egal wie er/sie/es genannt wird- israelisch-palästinensischer, israelisch-arabischer oder doch der NahOstkonflikt. In drei Vorträgen von einem ehemaligen IDF Militär, dem Journalisten Gil Yaron und der Friedrich Ebert Stiftung wurde uns klar gemacht, dass „die Islamisten wie Hamas,Hisbollah und Co. ja von ihrere Ideologie her niemals einen wirklichen Frieden mit Israel schließen werden, sondern nur Waffenstillstände, um Israel letztendlich zu zerstören, wenn sie stark genug sind“ bzw. „dass Israel eigentlich garnicht der springende Punkt ist , sondern eher eine Art Messgerät dafür, wie es  um die gesamte Region bestellt ist und der wirkliche Kampf zwischen den zwei großen Allianzen USA-Sunniten und Iran -Shiiten ausgetragen wird“ und „dass Israels Siedlungspolitik dahingehend wirkt, einen Staat Palästina zu ersticken, da auf wichtigen strategischen Punkten im Westjordanland (wie Wasserquellen und TransportKnotenpunkte und Ostjerusalem) Israel Siedlungen gebaut hat und baut, die so groß sind, dass sie nie wieder evakuiert werden können.“

 

den Freundeskreis von ASF in Israel haben wir kennengelernt und gut bekocht und ganz nebenbei habe ich meine Mentorin kennengelernt. Eine 90 jährige Dame, die super fit ist und mit der es total Spaß machte, sich zu unterhalten- ich hoffe, das bleibt auch in Zukunft so!

In das Judentum wurde hineingeschnuppert. Zum Shabat waren wir nämlich in einer Synagoge. ich würde euch ja echt gerne sagen, was ich miterlebt habe und was ich gesehen habe- aber das war leider nichts, da ich etwas abgeschirmt mit den anderen Frauen auf der Empore in einem improvisierten Raum saß und die Männer nur durch eine weiße Gardine nicht gesehen habe. Ausserdem war natürlich alles auf hebräisch- von der Predigt habe ich dann Wortfetzen wie „rosh Ha Shana“ „Diskotheka“ „Purim“ verstanden und mir meinen Teil gedacht, wenn ich nicht gerade dabei war mich total unwohl zu fühlen, weil ich echt nicht weiß und wusste was ich da tat oder nicht tat. Naja, das heutige Gespräch mit einer Konvertitin zum Judentum war da schon sehr viel aufschlussreicher und interessanter!

 

Die Kontraste dieser Stadt habe ich zumindest begonnen wahrzunehmen:
ultrorthodoxe Viertel wie Mea‘ Shearim, in denen für mich kaum erkennbares Leben herrschte, die Kinder eher aussehen wie kleine Erwachsene und alles schwarz weiß wirkte- das alles gegenüber einer Innenstadt, in der tausende von amerikanischen touristischen Jugendlichen mit Jogginghose, kurzen Röcken und bunten Kipas an ihren I Phones rumspielen und die kleinen Bands beobachten, die Strassenmusik machen. Weiße und gelbe alte Sandsteingebäude neben einer gerade fertig gestellten Strassenbahn. Gut ausgebaute jüdische Viertel im Westen und heruntergekommene palästinensische Viertel im Osten der Stadt. To be continued!

An Humus und Pita und tolle Bierflaschen mit komischem Getränken habe ich mich gewöhnt. Das israelische Essen gefällt mir echt gut, viel Gemüse, preiswerte gute Falafel, tolle Knusperschokolade und geniale Chips. Der Kidduschwein ist auch sehr zu empfehlen für die Leute unter uns, die gerne Zucker mit Alkohol trinken! 🙂


Und seit heute bin ich stolze Besitzerin eines israelischen Handyvertrages
– sogar ein Soldatenvertrag, durch den ich ganz preiswert (für etwa 5 cent pro Minute) telefonieren und smsen kann! ASF sei danke! 🙂 Wenn ich nicht bald abhängig vom telefonieren bin, dann weiß ich auch nicht.


So und jetzt gehe ich ne Runde schlafen, denn morgen werden wir nach Yad Vashem fahren und bestimmt keinen leichten Tag haben.

Laila Tov!

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