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Willkommen in Nachlaot

Lange ist’s her- nun hat sich viel verändert in meinem Leben in Jerusalem.

Vorgestern habe ich das erste mal in meiner neuen und ersten eigenen Wohnung geschlafen- die Guatemala-WG habe ich letztendlich, zwar viel zu spät, doch verlassen und wohne nun in Nachlaot. 5 Minuten vom Shuk entfernt in einem zentralen Stadtteil von Jerusalem, der von etwas „meschuggenen“ Personen nur so wimmelt. Seitdem ich dort wohne, laufe ich mit einem ständigen Lächeln durch die Stadt! Ich weiß- diese Wohnung hat noch gefehlt, um wirklich anzukommen in Israel, und mich noch wohler zu fühlen. Um nicht 500 Schekel monatlich auszugeben, um in ein „nach hause“ zu fahren, das ich nur noch als „Guantanamo“ bezeichnet habe. Um frei zu sein. Spontan sein zu können. Zu leben.

In diesem Haus wohne ich- in einer eigenen kleinen Wohnung:

Also ich wohne hinter dem weißen großen Auto, hinter diesem Zimmer das da so 4 Aussenwände hat, die Treppe runter:

 

Fast gegenüber von mir ist ein nettes familiäres Cafe, in dem Studenten sitzen, der Barkeeper mit Freunden Gitarre spielt und singt und es ein freies W-Lan Netzwerk gibt.

Und es hat sich schon ausgezeichnet. Gestern war ich einmal wieder bei meiner Mentorin. Wir hatten uns im November einmal gesehen, danach nicht mehr. Ich fühlte mich einfach zu weit weg, brauchte ich doch immer mindestens 1 Stunde zu ihr. Nun sind es 5 Minuten. Und ich werde dort mit Sicherheit jetzt sehr häufig sein. Wir haben gelacht, die letzten Monate auf meinen Fotos geschaut, sie hat mir Teile ihrer Fotos gezeigt- denn das Fotografie-Gen liegt bei ihr in der Familie. Ein ganzes Zimmer voller Fotoalben und Dias ihres Lebens und das ihrer Familie. Die frühesten Fotos von 1916, als ihre Mutter bei Letter ihre Fotografieausbildung beendet hat. Sie findet meine Fotos sehr schön, meint ich soll etwas aus meinem Talent machen. Ich fühle mich geehrt und motiviert es „richtig“ zu lernen. Sie borgt mir jetzt eine alte Minolta analoge Kamera. Ihre Wohnung gleicht einem Museum- so viele Artefakte, Gegenstände aus der ganzen Welt- Schweden, Deutschland, Niederlande, Israel, Urlaube in der ganzen Welt- Asien, Lateinamerika, Afrika. Alles in einer Wohnung. Eine Weltenbummlerin geboren in Berlin. Zwei mal habe ich sie besucht und ich bin schon jetzt ihre „Zieh-Enkelin“.

 

Am Abend war ich dann noch bei den „Sounds of the Old City“, ein Festival aller Musikrichtungen, die man in der Altstadt so antreffen kann. Arabische Flötenklänge und muslimische Gesänge, Klezmer, Griechische und Armenische Gruppen. Und mittendrin wir- eine Großgruppe Deutscher Freiwilliger. Denn die Mittelfristigen Freiwilligen sind angekommen- 6 Monate sind sie nun in Israel und leisten ihren Freiwilligendienst. Tolle Leute, leider Deutsch. In einer Bar lächelnde Blicke der anderen „Wie immer Deutsche“ bestätigen mein Gefühl des Abends- toller Abend, aber ich treffe mich nicht noch einmal in einer so großen deutschen Gruppe. Zumindest versuchen möchte ich, die deutsche Blase zu umgehen. Aber echt schön war es trotzdem:

 

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