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Sukkot Spaziergang

10 Tage Nach RoshHaShana, dem jüdischen Neujahr, gibt es wie schon erwähnt Yom Kippur, den höchsten jüdischen Feiertag, an dem Gott das Urteil über jeden einzelnen Menschen in sein Buch schreibt. Kurz danach gibt es dann Sukkot. An Sukkot errinnert man an den Auszug aus Ägypten, weshalb es die Sukhas gibt, in denen man zu dieser Zeit leben soll. Auch „Laubhüttenfest“ genannt, hat es eine ziemliche Ähnlichkeit mit einem „Erntedankfest“ und geht hier über 8 Tage (12.Oktober bis 20.Oktober). Aber Miriam Woelke kann das alles viel besser erklären!

Da ich in  der jüdisch-arabischen Schule arbeite, hab ich jetzt also nach einer Woche „auf Arbeit“ Ferien. Über diese Woche im Unterricht sitzen, Kinder bespielen und sich an das Chaos gewöhnen werd ich aber erst später berichten, denn unsere Wanderung im Golan war sehr sehr entzückend:

Am 11.Oktober sind Katrin und ich mit dem Egged-Bus (die hiesige israelische Busgesellschaft) nach Afula gefahren, um dort erst einmal eine Nacht im Beit Uri bei einem Mitfreiwilligen von uns zu übernachten und die anderen dort zu treffen! Das Beit Uri ist ein anthroposophisches Dorf für Menschen mit Behinderung- an dem Abend saßen wir dann in der Runde mit bestimmt 10 weiteren Freiwilligen- natürlich alle aus Deutschland.

Am nächsten Tag gings dann weiter in den „Nahal Yehudiya“ Nationalpark! Leider sind wir erst ziemlich spät angekommen, so konnten wir dann nur einen kleinen Spaziergang machen: An Savanne und einem 2000 jahre alten jüdischen Dorf (also den Ruinen) vorbei, dann ein paar meter nach unten und dann endlich an einem Wasserfall und Pool! Very nice!
Der Eingang

Die Ruinen des 2000 jahre alten jüdischen Dorfes

Das Panorama

Joana und ich im Wasserfall

Silas,Katrin, Joana, Felix, ich und unsere neuen israelischen Freunde

Wie man an dem letzten Bild sieht, ist es unglaublich einfach in Israel leute zu finden, mit denen man etwas unternehmen kann. Die Israelis dort hatten wir gerade an dem Wasserfall getroffen, dann auf eine Shisha, Kaffee und Kuchen eingeladen und prompt haben wir den Abend mit Ihnen in einer entlegenen Campingstelle verbracht, zu der sie uns mit dem Auto gefahren haben. Das Essen wurde zusammengelegt und alle hatten eine tolle Zeit.

Vollmond im Golan

Nein, da haben wir nicht übernachtet, aber der Vollmond war trotzdem sehr nice. Wir lagen abends dann etwas in der Pampa, ziemlich in der Nähe der jordanischen bzw. syrischen Grenze und haben den Mond angeschaut und den Kojoten beim Mondanheulen zugehört, wenn nicht gerade unsere Handys wieder sms von orange (israelischer anbieter) oder syrischen und jordanischen Anbietern erhalten haben. Ich war in Jordanien laut Handynetz, Felix 2 meter neben mir, war in Syrien und Katrin hatte gerade wieder eine Benachrichtigung von israelischer Seite erhalten. Was lernen wir daraus: Alle streiten sich um den Golan!
Am nächsten morgen erst haben wir dann wirklich gesehen, wo wir übernachtet haben:

Unser Übernachtungsplatz

Zum Frühstück haben die Israelis uns dann Schackschuka gemacht und wir Kaffee und dann gings auch bald los. Tramping bis wir wieder am Nationalpark angekommen sind. Das war schon nen Ritt- zu fünft haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt und von 9 bis ca. 11/12 gebraucht, um wieder am Startpunkt anzukommen. War aber auch Feiertag, muss man dazusagen!

Nach dem aufstehen

Katrin und Joana beim Schackschuka essen

Auf geht's, Trampen!

Und dann gings endlich los!

Ab Laufen, diesmal den längeren Weg, vorbei an 3 Wasserpools sollte es zu einem Wasserfall gehen. Erst einmal dann 400(?) Stufen Steinbrocken nach unten und dann weiter über Steine und Bäche ans Ziel. Eine sehr schöne Wanderung, die gleich mal wieder mit einem tollen Blick begann:

Da ganz nach unten, dahin müssen wir!

Wir sind eine echte zeit gelaufen und haben dann an den kleineren Pools angehalten und sind in wirklich kühlem Wasser baden gegangen, bevor wir dann an dem Pool angekommen sind, zu dem wir auch wollten- die Jungs sind dann erst einmal Springen gegangen!

Am Ziel: Felix auf dem Weg ins Wasser

Und dann gings gezwungenermaßen wieder 400 Stufen Steinbrocken nach oben- das war irgendwie schon anstrengend, aber oben angekommen, ist die Sonne langsam aber sicher untergegangen und hat einen tollen Blick über das Tal und den See Genezareth gegeben:

Das Tal und der See Genezareth

Ich bin dann an dem Abend noch zurück getrampt (im Auto mit zwei älteren Russen, die grade vom Fischen kamen), weil am nächsten Tag eine Einladung zum ShabbatEssen bei einer Lehrerin meiner Schule auf dem Programm stand. Der Rest ist noch weitergewandert.

Ich weiß noch nicht genau, wann ich das nächste mal wandern gehen werde. Vielleicht anfang November, denn da ist genau am 6. November das muslimische Opferfest. In Yad beYad, wie in allen arabischen Schulen in Israel, hat man in dieser Zeit frei- ich vom 6. bis zum 10.November.

bis dahin wünsche ich schöne Tage

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