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Jud Süß, das Original

von 1940. Wie die Filme- „die Rothschilds“ und „der ewige Jude“ wurde auch „Jud Süß“ von Joseph Goebbels persönlich in Auftrag gegeben. Regisseur ist Veit Harlan- einer der führenden Regisseure unter den Nazis.

Hier die wikipedia Zusammenfassung des Film:

Protagonist des Films ist Joseph Süß Oppenheimer, ein jüdischer Finanzbeamter, der wohl im Februar 1698 in Heidelberg geboren und am 4. Februar 1738 in Stuttgarthingerichtet wurde. Süß Oppenheimer wurde 1733 Geheimer Finanzrat unter Herzog Karl Alexander von Württemberg.

Oppenheimer […]erlangt durch Zuwendungen die Gunst des Herzogs und überredet diesen zu immer weiterer Untreue gegenüber seinem Volk zu Gunsten seines eigenen luxuriösen Hofstaates. Zur Rückzahlung der angehäuften Schulden erhält Oppenheimer zunächst das Recht, Straßenzoll zu erheben. Diesen führt er ohne Zustimmung der Stände ein. Die Opposition gegen den Herzog konzentriert sich deshalb auf Joseph Süß Oppenheimer, dem Verfassungsbruch und persönliche Bereicherung im Amt vorgeworfen werden. Oppenheimer treibt den Herzog zum Widerstand gegen die Stände an. Er rät ihm zur gewaltsamen Niederschlagung der drohenden Revolution.

Oppenheimer versucht immer wieder, sich der als „arisch“ bezeichneten Dorothea zu bemächtigen. Während ihr Mann, der zu den Gegnern des Herzogs gehört, im Auftrag von Oppenheimer gefoltert wird, vergewaltigt Oppenheimer Dorothea. Sie begeht daraufhin Suizid. Ihr Ehemann birgt ihren Leichnam aus dem Fluss. Es kommt zum Aufstand.

Nach dem plötzlichen Tod des Herzogs wird Oppenheimer verhaftet. Er wird wegen des Geschlechtsverkehrs mit einer Christin zum Tode verurteilt.

Am Schluss des Films wird der um sein Leben bettelnde Oppenheimer gehängt.

In jedem Hollywoodfilm gibt es schwarz und weiß- die Guten und die Bösen. Im Kalten Krieg waren es die Russen, heute sind es islamistische Terroristen. So ist es auch in diesem Film und das sollte uns nicht stören- darauf hinaus läuft zumindest das , was der uploader dieses Videos schreibt :

This film can be viewed from several different angles, and it indeed is. First of all, it’s by no means a bad film, meaning – it’s very aptly directed, and the narrative runs smoothly. Some of the leading actors are very good, especially Ferdinand Marian, who doesn’t stoop to anything banal and draws us a fascinating portrait of a man you can both hate and love. Then there are the shots where German people have had enough of his cunning mastermind, and take justice in their own hands. Of course, when one is immersed in the film, you would do the same. Which means, the film works as it is meant. But then – one is always allowed to ask oneself whether it was impossible for this kind of thing to happen in 1730s Germany. I think it wasn’t. I think we can watch this film, and hate the bad guy, without automatically deciding to hate every Jew in the world. After all, there are hundreds of films produced in Hollywood, where the bad guy is Russian or who ever. I do think we as human race are sufficiently grown to leave our emotions in the cinema auditorium and not be influenced by something that we know is not right.

Im ersten Moment würden dem wohl einige zustimmen- und genau das ist der Grund, weshalb dieser Film nur in wissenschaftlicher Begleitung in Deutschland aufgeführt und gesehen werden darf. Denn dieser Film ist in keinster Weise ein normaler Unterhaltungsfilm- es ist ein Propagandafilm, der Ängste und Hass schüren soll und er ist in keinster Weise mit Hollywoodfilmen vergleichbar. Denn:

1) Kein mir bekannter Hollywood-Unterhaltungs-film beginnt den Film mit „Die im Film geschilderten Ereignisse beruhen auf geschichtlichen Tatsachen“ wie das bei „Jud Süß“ der Fall ist und verfälscht dann den Lebenslauf so dermaßen.  (historisches)

2) In keinem dieser Hollywoodfilme werden Häftlinge genötigt mitzuspielen- wie KZ Häftlinge aus Treblinka dazu gezwungen wurden, bei allen Massenszenen und den Szenen in der Syangoge mitzuspielen.

3) Genausowenig wie heute Leute verpflichtet werden sich Hollywood-Unterhaltungsfilme anzuschauen- dem gegenüber wurden die SS Einheiten und KZ-Wachmanschaften verpflichtet, sich diesen „wahren“ Film anzuschauen.

4) Der uploader schreibt „Wir Menschen sind erwachsen genug, unsere Emotionen im Filmsaal zu lassen und nicht von etwas beeinflusst zu werden, das wie wir wissen falsch ist“. Dem widerspricht, dass SS-Rottenführer Stefan Baretzki beim Ausschwitzprozess angab, dass jüdische Häftlinge unter dem Eindruck des Films misshandelt wurden.

Weiterhin schrieb Ralph Giardano über seinen Filmbesuch bei „Jud Süß“ :

„An dieser Stelle ging ein Stöhnen der Wut und der Abscheu durch die Kinoreihen, eine offenbar ununterdrückbare Gefühlsäußerung, die von der starken Wirkung des Films zeugte. […] Als nach dem Abspann das Licht anging, herrschte denn auch große Stille – als wären die Zuschauer gelähmt. Die Luft war schwer, die mörderische Wirkung des Films überwältigend präsent. So präsent, dass ich glaubte, mich nicht erheben zu können, ohne erkannt zu werden.“

Und der Sicherheitsdienst SD schreibt über die Reaktionen der Zuschauer:

Im Anschluss gerade an diese Szene [i.e. Einzug der Juden in die Stadt Stuttgart] ist es wiederholt während der Vorführung des Filmes zu offenen Demonstrationen gegen das Judentum gekommen. So kam es z.B. in Berlin zu Ausrufen wie ‚Vertreibt die Juden vom Kurfürstendamm! Raus mit den letzten Juden aus Deutschland!

Dieser Film ist absolute Propaganda und  zwar auf allen Ebenen. Die Vorurteile vom hinterlistigen, geldgierigen Juden werden genauso bestätigt, wie die der jüdischen Weltverschwörung. So mahnt der Rabbi Süß in einer Szene „Wir Juden müssen die anderen Völker aus dem Untergrund regieren“(sehr freies, aber inhaltlich korrektes Zitat). In einer anderen wird der immer lügende Jude gezeigt. Sagt doch der Jud Süß zum Rabbi “ Du brauchst nicht zu lügen. Sag ihm die zweite Wahrheit. Sag ihm die Wahrheit auf unsere Art „.

Dazu kommt dann noch Vergewaltigung von Dorothea, durch die viele sexuelle Ängste und Aggressionen geschürt wurden und das Reichsgesetz zur Rassenschande historisch gerechtfertigt wird. Dorothea wurde übrigens von Veit Harlans Frau „Kristina  Söderbaum“ gespielt- immer wieder gerne auf der NS-Filmleinwand gesehen, da sie dem Idealbild der arischen Frau entsprach. Im Volksmund war sie bekannt als die „Reichswasserleiche“ , weil ihre Rollen immer im Wasser starben.

All diese Propaganda natürlich um Hass zu schüren und die Bevölkerung auf die beginnenden Deportationen und die Endlösung vorzubereiten.   Und das hat er nachweislich geschafft- 20 Millionen Zuschauer in Deutschland, die diesen historischen Unterhaltungsfilm gesehen haben und nachhaltig beeinflusst wurden.

Dieser Film lässt einen einfach nicht kalt. Auch auf uns hatte dieser Film eine ähnlich lähmende Wirkung wie oben beschrieben- Fassungslosigkeit angesichts eines wirklich brillianten Propagandafilmes.

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