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Hallo Berlin!

Heute war mein erster Arbeitstag bei den Aktion Sühnezeichen Friedensdiensten (ASF). Und es war ein durch aus gelungener Tag:

Um 7:20  morgens bin ich nach einer mehr oder weniger guten ersten Nacht in meiner neuen WG aufgewacht und war hochmotiviert, aber leicht gerädert. Die WG ist eine von ASF gestellte 8-Zimmer Wohnung für Freiwillige, die ein Jahr lang in verschiedenen Projekten in Berlin arbeiten und leben. Momentan ist sie aber etwas überfüllt. Der Dienst der 09/10 Freiwilligen ist noch nicht ganz beendet, aber mein Mit-Freiwilliger und ich(Generation 10/11) sind schon jetzt angekommen, um eingearbeitet zu werden. Da ich dummerweise gestern zu spät ankam, um noch eines der Schlafzimmer zu ergattern, muss ich jetzt erst einmal mit dem Wäschezimmer vorlieb nehmen. Das heisst, bis ein 09/10 Freiwilliger auszieht, besitze ich 2 Matratzen, 2 Sessel und einen Tisch, sowie eine Steckdose. Glücklicherweise nur für die Übergangszeit. Auf jeden Fall war die Matratze für meinen Geschmack etwas zu weich; die Nacht wurde auch nicht besser davon, dass sich ein Vorurteil über meinen jetzigen Wohnort- Neuköln- bestätigte. Etwa gegen 1 Uhr waren alkoholisierte Menschen lautstark auf der Straße und irgendwer muss es wohl übertrieben haben, denn gegen halb 3 kam dann auch die Polizei dazu. Tja, es geht doch nichts über eine ruhige Nacht.

Aber dann kam der Morgen und das Warten auf den freien Platz im Bad; bei 7 Personen garnicht so einfach, zumal wir beiden Neuen noch nicht in dem Morgen-Bad-Plan der WG stehen. Aber auch das haben wir gemeistert und nach einem kurzen Frühstück ging es los zur Arbeit- in das Büro der ASF in Berlin Mitte.

Die meisten Projekte, die Freiwillige antreten können, existieren schon seit mehreren Jahren, so dass fast jeder Freiwillige in seinem Projekt einen direkten Vorgänger hat. Ich werde mit meinem Mit-Freiwilligen in dem Infobüro der ASF arbeiten, so dass wir in den nächsten 2 Wochen von unseren beiden Vorgängerinnen eingearbeitet werden.

Und so habe ich heute einen kleinen Vorgeschmack von meiner Freiwilligenarbeit bekommen. Im Büro werden wir vor allem für die Bewerber zuständig sein- das heisst, wir beantworten Fragen per email und am Telefon, schicken Material an Interessenten, arbeiten bei den Bewerbungen mit und sollen wohl die später stattfindenden Auswahlen mit organisieren. Ausserdem werden wir ASF bei Empfängen und bei Veranstaltungen wie dem Kirchentag mit vertreten. Was genau das allerdings heisst, werde ich erst im Laufe des nächsten Jahres erfahren.
Ein zweiter Teil meines Dienstes ist die offene Altenarbeit in der  jüdischen Gemeinde von Berlin. Das heisst, ich besuche für 2/3 Stunden ältere Juden und/oder Jüdinnen und werde sie in ihrem Alltag begleiten.

Aber zurück zu heute. Wir wurden super nett empfangen und konnten uns sogar schon intensiver mit einigen unserer neuen Kollegen unterhalten. Das hat definitiv unsere Motivation gepusht und uns neugierig gemacht auf dieses Jahr. Es herrscht eine entspannte, nette Atmosphäre, in der das Arbeiten sicher Spaß machen wird. Obwohl es auf dem Papier wie ein langweiliger aber sicher nicht immer stressfreier Bürojob aussieht. Um 17  Uhr ist Schluss und wir beide nach einem schier unendlich scheinendes Informationsfluss und den Eindrücken einer Millionenstadt etwas kaputt.

Ab heute heisst es erst einmal einleben. :) Hoffentlich schnell und gut!

in dem Sinne

Gute Nacht. Es ist schon wieder viel zu spät und ich muss morgen viel zu früh raus

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